SINGAPUR

Folgende Themen und Inhalte werde ich ansprechen:
Arrival Card & Grab

Nach einem entspannten, zweigeteilten Flug über Dubai sind wir in Singapur gelandet. Früher habe ich immer versucht, einen Direktflug zu bekommen, was ich in Zukunft nicht mehr anstreben werde. Zwei Flüge à 6,5 Stunden sind wesentlich angenehmer als ein 13-Stunden-Flug.

Da wir nur drei Tage in Singapur verbracht haben, haben wir direkt am Flughafen unser Geld gewechselt. Auch wenn Singapur sehr teuer ist, haben wir für die drei Tage lediglich 150 Euro zu zweit benötigt. Wir haben jedoch bereits im Vorfeld unsere Tickets für sämtliche Eintritte, Busfahrten und Flüge gebucht.

Ganz wichtig, bevor ich es vergesse: Für die meisten Urlaubsländer, wie auch Singapur, sind neuerdings Arrival Cards (https://eservices.ica.gov.sg/sgarrivalcard/fvipa) für die Einreise notwendig. Diese können meistens nur maximal drei Tage im Voraus beantragt werden. Auf den offiziellen Seiten der Regierung sind diese in der Regel kostenlos. Ihr solltet somit immer darauf achten, sie dort zu beantragen. Hierfür sind nur einige wenige Informationen notwendig, wie persönliche Daten, Reisepassinformationen, Aufenthaltsdauer und euer Hotel.

Am Flughafen angekommen, haben wir uns ein Taxi zu unserem Hotel genommen. Hier noch ein besonderer Tipp: Installiert euch bereits vorab die App „Grab“ und richtet eine eSIM auf eurem Handy ein. Über Grab fahrt ihr wesentlich günstiger als mit einem Taxi. Bei Grab lohnt es sich teilweise, 10–20 Minuten zu warten, da sich die Preise nach der Nachfrage richten. So bekommt Ihr Fahrten teilweise für die Hälfte der zuvor angegebenen Kosten.

Die Stadt

Von unserem Hotel aus, welches ich euch aufgrund des Preises und der Lage nur empfehlen kann, sind wir fast alles zu Fuß gelaufen. Von dort ging es Richtung „Helix Bridge“, von der man einen schönen Ausblick über die Skyline, den Singapore Flyer und das Marina Bay Hotel hat. Wir sind zunächst Richtung National Gallery Singapore gelaufen und von dort entspannt auf den Fußwegen an der Bucht weiter über die Helix Bridge zum ArtScience Museum, durch die Mall bis zum Marina Boulevard. Das ist ein wunderschöner Rundgang, um einen ersten Überblick über die Highlights der Stadt zu bekommen. Mit etwas Glück könnt ihr die Otterfamilie im Fluss sehen. Wir haben die vier Otter an zwei Tagen aus nächster Nähe beobachten können. Für unseren ersten Tag sollte es das dann auch gewesen sein.

Anbei unser Hotel in Singapur:
Ibis Budget Singapore Clarke Quay
https://all.accor.com/hotel/B6J9/index.en.shtml




Singapore Flyer

Am nächsten Morgen ging es wieder zu Fuß zum Singapore Flyer (dem Riesenrad), den ich euch ebenfalls ans Herz legen möchte. Wir haben uns bewusst für den Morgen entschieden, da wir am Abend ins „Supertree Observatory“ in den Gardens by the Bay wollten. Bevor ihr in den Singapore Flyer steigt, lauft ihr zunächst durch die Time Capsule. Hier wird die Geschichte Singapurs – vom kleinen Fischerdorf zur modernen Metropole – durch 16 interaktive Installationen, Projektoren, Motion-Capture- und KI-gestützte Elemente erzählt. Anschließend geht es in eine der Kapseln des Flyers, die mit 165 Metern Höhe eine wunderschöne Aussicht über die Stadt, Marina Bay und die Gardens by the Bay bieten. Eigentlich ein absolutes Muss. Wir haben diese Tickets sowie die für Gardens by the Bay bereits von Deutschland aus gebucht. Wenn ihr etwas unabhängiger sein wollt, da diese nur für den gebuchten Tag gelten, könnt ihr sie auch vor Ort kaufen.



Gardens by the Bay

Anschließend ging es weiter zu den Gardens by the Bay. Ihr solltet unbedingt ein Kombiticket für Flower Dome, Cloud Forest, Supertree Observatory und den Skywalk kaufen. Wir hatten den Skywalk leider nicht mitgebucht, durften ihn jedoch als Ersatz für den Supertree Observatory nutzen, da dieser an unserem Tag geschlossen war. Wir haben uns jedoch bei einem Mitarbeiter einen Aufkleber für die Nutzung des Supertree Observatory am nächsten Tag geben lassen. Normalerweise wäre das nicht möglich gewesen, da wir ja als Ersatz den Skywalk nutzen durften. Da es sich jedoch um einen separaten Aufkleber handelte, stand dieser nicht in Verbindung mit unserem Ticket, sodass wir letztlich beides nutzen konnten. Glück muss man auch mal haben.

Angefangen haben wir mit dem Flower Dome. Dabei handelt es sich um einen wunderschön angelegten Garten mit unzähligen Pflanzenarten und hölzernen Skulpturen. Anschließend ging es direkt weiter in den Cloud Forest. Aktuell findet dort noch eine Ausstellung zum Film Jurassic World statt. In der gesamten Kuppel befinden sich fast lebensechte Animatronic-Dinosaurier, die von Universal Live Entertainment geschaffen wurden. Ein echtes Erlebnis für Klein und Groß. Vom Skywalk hat man wieder einen tollen Ausblick über große Teile des Parks, die einzelnen Supertree Groves und das Marina Bay Hotel. Nach diesem langen Tag und tausenden Schritten ging es nach einem leckeren Abendessen zurück ins Hotel.



Mount Faber Park

An unserem letzten Tag sind wir mit der U-Bahn zum Mount Faber Park gefahren. Das Thema U-Bahn ist in Singapur ebenfalls unglaublich einfach gelöst. Man kauft kein einzelnes Ticket, sondern bezahlt an den Terminals einfach mit der Kreditkarte, Google oder Apple Pay. Ihr solltet jedoch unbedingt im Vorfeld prüfen, dass keine Wechselgebühren oder sonstige Kosten für eure Kreditkarte im Ausland anfallen. Von der U-Bahn-Station „HarbourFront“ gelangt ihr in wenigen Minuten zum Eingang des Mount Faber Parks. Der Park ist einer der ältesten und beliebtesten Parks in Singapur und für seine üppige Vegetation, Wanderwege und atemberaubenden Panoramablicke auf die Stadt, den Hafen und die vorgelagerten Inseln bekannt. Wir haben uns das Geld für die Seilbahnverbindung nach Sentosa gespart und uns lediglich auf die Wege zum Faber Point und zur Henderson Waves Bridge beschränkt. Der Canopy Walk war leider gesperrt, und wir haben die entsprechenden Schilder erst direkt am Eingang gesehen. Vielleicht erkundigt ihr euch vorher, ob die Wege wieder geöffnet sind.

Nach diesem anstrengenden Vormittag waren wir noch shoppen, essen und am Abend erneut im Gardens by the Bay, um die abendliche Lichtershow sowie das Supertree Observatory zu genießen. Das solltet ihr bei eurem Besuch in Singapur auf keinen Fall verpassen! Legt euch einfach auf den Boden und genießt – wie alle anderen – die Show und diesen Moment. Das Supertree Observatory solltet ihr unbedingt am Abend einplanen. Von dort aus habt ihr eine atemberaubende Sicht auf das beleuchtete Marina Bay Hotel und die Skyline der Stadt. Ein krönender Abschluss für Singapur! Am kommenden Morgen haben wir uns ein Grab zu unserem Bus nach Malaysia genommen. Ich würde behaupten, dass wir an diesem Tag einen der nettesten Fahrer meiner gesamten Reisejahre erwischt haben. Leider gab es einige Missverständnisse mit dem Zielpunkt, da hier zwei Straßenecken infrage kamen. Unser Fahrer hat noch einmal nachgeschaut und anschließend sogar das Busunternehmen für uns angerufen, um sich bestätigen zu lassen, dass wir auf jeden Fall richtig stehen. Er kam nach wenigen Minuten noch einmal zurück, um uns mitzuteilen, dass alles seine Richtigkeit hat. Von solchen Menschen würde ich mir gerne mehr wünschen! Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle.

Mit dem Bus ging es anschließend weiter Richtung Melaka. Bitte denkt daran, auch für Malaysia eure Arrival Card (MDAC) zu beantragen. Auch hier ist das nur drei Tage vor der Einreise möglich. Diese ist jedoch zwingend erforderlich – ohne die Arrival Card ist eine Einreise nicht möglich.



Fazit

Singapur ist eine schöne, wenn auch etwas teurere Stadt, die sich dennoch für einen Besuch lohnt. Für mich persönlich waren die drei Tage absolut ausreichend, und ich würde nicht mehr Zeit einplanen. Oft führen Flüge in südostasiatische Länder ohnehin über Singapur – hier sollte man unbedingt einen kurzen Stopp einplanen. Sicherlich gibt es noch das eine oder andere zu entdecken, wir wollten uns jedoch auf die wesentlichen Sehenswürdigkeiten beschränken. Wer gerne shoppt und dafür das nötige Budget mitbringt, ist hier genau richtig – es bleiben kaum Wünsche offen.